Reiseinformationen zum Urlaub auf
Rab / Kroatien
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Nach rd. 16 Stunden Fahrt und etwa 1.300 km kamen wir über die Strecke Ljubljana-Postojna-Rupa (Grenzübergang Slowenien/Kroatien)-Rijeka-Senj- am Fährhafen Jablanac an. Zwar sollte man die gesamte Strecke recht ausgeschlafen angehen, die letzten 120 km auf der Küstenstraße können in den frühen Morgenstunden aber noch recht nervig und zeitraubend sein.

Die Fähre bedient in den Sommermonaten die Route nach Rab bereits ab 5°° und benötigt für die recht kurze Strecke nur etwa 15 Minuten. Sofern man es schafft, das Fahrzeug bevor es zugeparkt wird zu verlassen, wird man mit einer wunderschönen Aussicht auf die Küste und das neue Urlaubsziel belohnt. Es sollte vom Reisenden überlegt werden, die Zimmerübernahme nicht unbedingt auf den berühmten Samstag zu legen, sondern auf einen anderen Tag. Dann sind die Fähren nicht ganz so voll und es werden längere Wartezeiten vermieden.
Wir hatten über die Kron-Tauchbasis (Tel.: 00385-51-776620) unsere Unterkunft im Ort Kampor gebucht. Anfängliche Skepsis wich, als wir unser Apartment Kampor 391 betraten. Für 70 DM /Tag zuzüglich Kurtaxe (?) konnten wir uns auf etwa 50 qm breit machen. Die Wohnung war ausgestattet mit Küchenzeile, Fernseher, 3. Zustellbett und einem sehr schönen überdachten Balkon mit Aussicht auf die Bucht von Kampor. Nachdem unser Auto ausgeräumt war, wurden wir vom Onkel unserer Vermieterin per internationalem Handzeichen gefragt ob wir denn einen Schnappes trinken wollten. Nun, um die Gastfreundschaft unseres "neuen Freundes" nicht zu enttäuschen stimmten wir zu, nahmen zwei bis drei Selbstgebrannte zu uns, krochen auf allen Vieren die Außentreppe hoch, fielen ins Bett und schliefen bis zum Nachmittag.
Das Nächste Ziel war für uns (ohne Kopfschmerzen !!) die Kron Tauchbasis.
Diese verfügt - neben einem eigenen Restaurant in dem man für normales Geld reichlich und gut essen kann - über sehr gute, auf die Bedürfnisse von Tauchern abgestimmte Räumlichkeiten. Der Trockenraum mit Ladeecke für Lampen ist großzügig bemessen, die direkt daneben angeordneten sanitären Einrichtungen (WC und Dusche) waren super. Der Trocken- bzw. Waschplatz ist mit allem ausgestattet was erforderlich ist. Werkstatt und Kompressor befinden sich in einem eigenen Gebäude. Die Füllanlage versorgt den Taucher neben normaler Pressluft auch mit allen Nitrox-Gemischen. Zwei Sauerstoffanalysegeräte sind vorhanden. Für alle Tauchgänge ist eine behördliche Tauchgenehmigung, die auf der Basis zu erhalten ist ( z. Zt. 100 Kuna), erforderlich. Bei den Ausfahrten kann zwischen Tagesfahrten und mehreren Ausfahrten mit einem Speedboot gewählt werden. Die Tauchziele liegen je nach Bootstyp rd. 30 Minuten bis 1 Stunde entfernt. Die Tauchgebiete haben mich persönlich nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Es ist viel Kleinkram zu sehen, aber in der Gesamtheit kann das Gesehene nicht annähernd mit dem Roten Meer verglichen werden. Freunde von Octopussen, Nacktschnecken und der Makro-Fotographie werden aber wohl auf ihre Kosten kommen. Nach rd. zehn Tauchgängen pro Person ( Pressluft - Tg. 43 DM !) war das Thema tauchen für uns durch.
Dafür bieten aber die Insel Rab und die in der direkten Nachbarschaft gelegene Insel Krk viele interessante Dinge, die man neben der Taucherei noch unternehmen kann. Neben allen möglichen Wassersportarten können auch wunderschöne Wanderungen zu einsamen Buchten auf Rab unternommen werden. Am Abend lädt die Stadt Rab zu einem Bummel ein und, und, und ........... Krk ist über eine Fährverbindung vom Hafen Lopar aus zu erreichen. Das eigene Auto sollte man auf Rab lassen und die Nachbarinsel mit einem Motorroller erkunden. So spart man Kosten und Wartezeiten von ca. 2-3 Stunden auf die nächste Fähre.
Einen interessanten und wunderschönen Ausflug bietet die Fahrt in den Nationalpark Plitvicka mit seinen traumhaften Seen und Wasserfällen. Die Fahrt von rd. 2,5 Stunden und etwa 150 km ist bequem als Tagestour zu bewältigen. Bei der Fahrt zu diesem Nationalpark durchfährt man jedoch Teile des Landes, die noch deutliche Spuren des seinerzeitigen Bürgerkrieges tragen. Zerschossene und verbrannte Gebäude und Dörfer, die den Anschein geben, menschenleer zu sein. Vereinzelt sieht man nur noch alte Frauen langsam über die Straßen laufen. Auf die aufgestellten Ortsschilder könnte fast verzichtet werden.
Insgesamt waren wir von Kroatien, seinen Landschaften, den Menschen und dem Wein begeistert. Dieses Land bieten mehr als nur die Taucherei und wird von uns bestimmt nochmals bereist. Dann aber nicht mit einem Standort für über 2 Wochen, sondern mit wechselnden Quartieren.
Nach einige kritische Anmerkungen zur Tauchbasis:
Es stehen nur 10 Ltr. Pressluftflaschen zur Verfügung. Man sollte daher seine eigenen Pullen mitbringen.
Bei den Tagesfahrten werden die Flaschen auf dem Boot gefüllt. Das ist ganz schön nervig und laut.
Die Werkstatt scheint über nicht viele Ersatzteile zu verfügen. Einen defekten Inflatorschlauch konnten die Mitarbeiter nicht austauschen. Dafür musste man sich für 8 DM pro Tauchgang ein Jacket leihen.
Um einige Tiefenjäger mit schwerem Gerät glücklich zu machen, wurden speziell tiefe Tauchgründe aufgesucht. Mit dem Müll auf 10-20 Metern (alte Kaffeekannen und Weinflaschen) konnte sich dann der Rest der tauchenden Besatzung begnügen.
Die Tauchausbildung zum OWD geht rasend schnell.
Weder das Logbuch noch die Bescheinigung über eine tauchsportärztliche Untersuchung mussten vorgelegt werden.
Meiner Meinung nach sollten sich die Basis-Eigner mehr um den Betrieb kümmern und dies nicht fast ausschließlich den Tauchguides überlassen.