Ägypten
-ein Land zum Träumen-
Reiseeindrücke von Knut Bergmann
Nach rund 4,5 Std.
Flug und einer für arabische Verhältnisse kurzen
Einreiseabfertigung
tauche ich wieder in eine andere Welt ein. Nach dem
Verlassen des streng bewachten
Flufhafenbereiches mag man beim Durchfahren der Wüste in
südlicher Richtung erahnen, daß
traumhafte Urlaubstage vor einem liegen. Beim Blick nach Osten
erstreckt sich das Rote Meer bis
zum Horizont in allen Farben der Blaupalette.
Ein Taxi bringt mich
für wenig Geld rasch weg vom Touristenmoloch Hurghada. Es geht
nach
Safaga in´s Hotel Lotus Bay. Ruhe erwartet mich hier, zu dieser
Jahreszeit keine Animation -denn
die suche ich U/W- und TAUCHEN PUR.
Schnell auf´s Zimmer. Koffer abstellen, dann weiter zum Strand
und von dort zur bestens
ausgestatteten Basis von Mahmoud um die Formalitäten zu
erledigen, wie Einsicht in das
Logbuch , Blei und Kiste empfangen und kurze Einweisung . Am
nächsten Tag soll es um 9°° Uhr
losgehen. Hoffentlich ist die Nacht recht kurz, denn ich kann es
kaum noch erwarten. Bis zum
leckeren Abendessen sind die Unterhosen zwar noch nicht
eingeräumt aber die Tauchausrüstung
ist durchgesehen und soweit wie möglich für den ersten
Tauchgang vorbereitet. Jetzt, im
Februar, bei einer Wassertemperatur von ca. 21 ° , freue ich
mich über meinen 7 mm Anzug.

Schon beim Betreten
des Anlegers am folgenden Tag bin ich froh über meine
Entscheidung, eine
Strickjacke im Gepäck zu haben, denn der Wind pfeift recht
ordentlich. Es wird die Surfer freuen.
Bei Sichtverhältnissen von rd. 20 Metern erfolgt für alle 14
Leute auf dem Boot der
obligatorische Checktauchgang vor Sandy-Island. Wechselatmung und
Tarierung werden von
Manu -unsere Begleitung von der Tauchbasis- überprüft. Dann
kann es endlich losgehen. Es ist
wieder herrlich bei diesen Temperaturen (ich darf gar nicht an
meinen letzten Tauchgang in
Hemmoor denken) lautlos -nur vom Blubbern der Blasen und dem
Buddy begleitet- in diese
bizarre und geheimnisvolle Welt abzutauchen. In einem Einschnitt
an der Riffaußenkante bei 35
Metern sehe ich die bislang schönsten Weichkorallen dieser
Gegend. In der leichten Strömung
wiegen sie hin und her. Hunderte in den tollsten Farben. Ein
Piepen meines Computers mahnt
mich, langsam aufzusteigen und mich samt Partnerin auf den
Rückweg zum Boot zu begeben.
Hier beim Sicherheitsstop sehen wir noch eine ca. 2 m lange
Muräne in einer Putzerstation.
Aber der Luftvorrat geht zur Neige und wieder ist ein Tauchgang
viel zu schnell zu Ende.

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Zwischenzeitlich hat
die sehr rege Bootsbesatzung das Essen für alle vorbereitet.
Beim
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Die schönen
Taucherlebnisse an fast noch intakten Riffen haben wir u.a. den
Tauchbasen zu
verdanken. Durch das Setzen von Ankerbojen an allen Riffen wurde
einer weiteren Zerstörung
dieser empfindlichen Ökosysteme entgegengewirkt. Einen sehr
wichtigen Beitrag müssen hier
und an anderen Orten der Welt jedoch wir Taucher selbst
erbringen. Durch gute Tarierung und
der Verpflichtung, nichts anzufassen und nichts mit an die
Oberfläche zu nehmen, können wir ein
gutes Vorbild abgeben und diese Landschaften unseren Nachkommen
erhalten. Ich hasse u.a.
Taucher, die mit zentnerschweren Foto -und Videoausrüstungen
in´s Wasser klatschen und
rücksichtslos ihre Objektive und Flutlichtanlagen in´s Riff
stoßen, nur um einen Fisch oder eine
Koralle besonders gut in´s Bild zu bekommen um anschließend
damit ihre Verwandtschaft bei
langen Diavorträgen zu nerven. Dabei krallen sich diese selbst
ernannten Regisseure mit
Handschuhen im Riff fest und achten nicht darauf, was sie mit
ihren Flossen zerstören. Tarieren
können diese Taucher meist auch nicht. Diesen Leuten gegenüber
sollte ein lebenslanges
Tauchverbot ausgesprochen werden können.
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Leicht stampft das
Boot auf dem Rückweg durch die Dünung. Der Anblick der im Dunst
liegenden Wieder im falschen Moment - auf der falschen Tiefe- in die falsche Richtung geschaut !
Dann gibt es nur
noch drei Sachen die mich locken können: Die Dusche, das
Abendessen und Gegen 21°° habe
ich meinen Hunger im Restaurant gestillt. Auf dem Rückweg mache
ich noch Im Hintergrund vernehme ich das Brummen der Kompressoren. Wo es wohl morgen hingeht ?
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