Urlaub vom 14. bis 28.9.2006 in Ägypten

Hotel Equinox El Nabaa Resort / Safari Südtour

Vorab: Es war mal wieder ein sehr schöner und gelungener Urlaub. Nur zu kurz...............

 

Aber zunächst zu den einzelnen Stationen:

 

Im Vorfeld des Reiseantritts am 14.9.2006 (ca. 1 Woche vor Urlaubsbeginn) gab es Probleme mit der Fluggesellschaft HapagFly. Der ursprünglich von/bis Hannover nach Marsa Alam gebuchte Flug wurde derart abgeändert, daß der Rückflug in Frankfurt endete. Ein zwischen dem Reiseveranstalter und der Fluggesellschaft  geführter reger telefonischer Meinungsaustausch führte letztlich dazu, daß wir in Frankfurt einen Leihwagen erhielten, mit dem wir dann doch wieder zurück nach Hannover fahren konnten, wo wir ja schließlich unser Auto vor Abflug geparkt hatten !!

Nebenbei: Die Fluggesellschaft war anfänglich der Meinung, man (wir) könnten doch –trotz des ganzen Gepäcks- die Bundesbahn nach Hannover nehmen (plus Taxi zum Flughafen – dieses aber auf eigene Kosten). Noch was: Die vorgesehene Sitzplatzreservierung für XL Plätze lief auch nicht ohne Probleme. Servicewüste Deutschland :-(

 

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Die Ankunft in Marsa Alam hat uns dann für die Aufregungen vor unserer Reise ziemlich entschädigt. Selten war die Einreise nach fünf Stunden Flug in Ägypten so ruhig, angenehm und entspannt abgelaufen. Übersichtlich, geordnet, keine nervigen Kofferträger, sauberes Gebäude................. Mit dem Flugplatz Hurghada nicht zu vergleichen. Ob das in fünf Jahren wohl auch noch so ist ?

 

Nach kurzem Transfer ( ca. 30 km) kamen wir dann im Hotel Equinox an. Insgesamt hat uns dieses Hotel sehr gut gefallen. Zwar waren meine Frau und ich anfänglich etwas skeptisch da wir in den vergangenen Jahren oft im schönen ( aber doch langsam in die Jahre gekommene) Hotel Lotusbay in Safaga abgestiegen waren, aber unsere Sorge war unbegründet. Die Zimmer (alle mit Meerblick) und das Essen waren sehr gut (das Frühstück hätte etwas reichhaltiger sein können). Das Personal war freundlich, die Hotelanlage gepflegt und nett angelegt. Das Hotel verfügt über eine nette Poollandschaft und einen recht schönen Strandabschnitt. Mir haben besonders die Restaurantpavillons gefallen. Diese liegen auf einer kleinen Anhöhe. Von hier aus hat man zu jeder Tageszeit eine wunderschöne und traumhafte Aussicht auf den davor liegenden Küstenstreifen und das Meer. Die Anlage liegt jedoch recht einsam in der Landschaft. Eine Ladenzeile fehlt (für alle, die keine Sonnenmilch und zu wenig T-Shirts dabei haben....). Der nächste Ort ist Marsa Alam, ca. 30 km in südlicher Richtung entfernt. Ca. 250 Kilometer sind es bis Hurghada. Ob ein Besuch in El Quseir (rd 100 km entfernt) lohnt, wage ich zu bezweifeln. Die Postanschrift lautet wohl nicht umsonst :

 

El Nabaa Resort Location
Km 101 Quseir/Marsa Alam Road

 

 

Noch eine kleine Besonderheit: Am Ende unseres Aufenthaltes erhielten wir vom Hotel zwei Abrechnungen. Eine über nicht alkoholische und eine über alkoholische Getränke. Der Grund: Der Eigentümer des Hotels, ein gläubiger Moslem, hatte die eigene Ausgabe von Alkohol im Hotel untersagt. Er hat aber die Bar an einen Christen verpachtet, der Alkohol ausgeben darf. Daher zwei Rechnungen: Eine vom Eigentümer, eine vom Christen.............. (einen Kommentar verkneife ich mir an dieser Stelle !!)

 

Die Tauchbasis stand während unseres Besuches unter ägyptischer Leitung. Deutschsprachige Guides arbeiteten nicht auf der Basis. Die Tauchgangsbesprechungen erfolgten auf Englisch. Die Basis war nicht üppig mit Leihausrüstung ausgerüstet. Vor Antritt des Urlaubes sollte man sich diesbezüglich beim Basenbetreiber erkundigen. Die Tagesboote waren ok. Sie verfügten über Notfallkoffer, Sauerstoff und Funkanlage. Das Übliche eben.

Der Taucher konnte sich Pakete zusammenstellen mit denen er die Anzahl der Bootstauchgänge und der Hausrifftauchgänge individuell planen konnte.

 

   

Für dieses Land etwas unpassend !

 

Die Tauchgangsbesprechungen wurden von unserem Guide Mohammed sehr ausführlich gestaltet. Er war auch bei jedem Tauchgang mit im Wasser. Das sorgte für sehr entspannte Tauchgänge. Fragen bzw. UW-Zeichen wie:„Wo ist das Boot ?“ erübrigten sich. Die Riffe sind in einem guten Zustand; ein Meeresbiologe mag es aber besser beurteilen können. Was den Fischreichtum anbetrifft war ich doch etwas enttäuscht - ich hatte es mir etwas üppiger vorstellt. Es mag aber auch an den hohen Temperaturen gelegen haben. Das Thermometer meines Rechners kletterte in den oberen Wasserschichten auf teilweise 31 Grad C°. Großfische, wie Haie, haben wir in der ganzen Zeit leider nur dreimal sichten können (die versprochenen Mantas hatten wohl auch alle Urlaub im Sudan oder so.....)

Das „sagenumwobene“ Elphinstone-Riff hat auch etwas enttäuscht. Hier lagen teilweise bis zu 20 Boote. Es ist daher nur noch eine Frage der Zeit, wann auch dieses Riff die ersten größeren Schäden aufweisen wird.

Ein „Abschiedstauchgang“ am Hausriff des Equinox-Hotels hat mich dann wieder versöhnlich gestimmt. Glasklares Wasser, Fischsuppe und das für 75 Minuten – ein Traum........

 

Wer nicht taucht, entspannen möchte und sonst keine weiteren Ansprüche an die Freizeitgestaltung hat, kann hier gut eine Woche verbringen. Bei einem länger geplanten Aufenthalt in Ägypten würde ich jedoch ein anderes Hotel buchen.

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Nach einer Woche Hotel wurden wir am 21.9. zum Port Ghalib befördert und betraten dort wieder die My/Longimanus. Am folgenden Freitag verließen wir dann mit allen anderen Safaribooten ( ca. 40 Stück) den Hafen in Richtung Süden. Port Ghalib soll zukünftig mehrere hundert Boote aufnehmen. Es ist absehbar, daß auch der Süden in nicht all zu ferner Zukunft vom Tourismus überrollt wird. Die  Boote haben sich aber gut auf alle Riffe verteilt. Rudeltauchen war nirgends angesagt.

 

Kurz zum Service auf der M/Y Longimanus: Fast alles super.

Ich kann mich hier voll und ganz auf meinen Bericht von der Tour zu den Brother Islands im Jahre 2005 beziehen. Eine Anmerkung noch am Rande: Der Ramadan begann kurz nach Antritt der Safari. Die eine oder andere Bemerkung vom Staff zur Ausgabe von Alkohol habe ich großzügig überhört. Lag wohl bei denen an der Sonne...............

 

Was die Süd-Tour anbetrifft war ich auch etwas enttäuscht. Dies kann aber wieder an den zuvor genannten Umständen (Wassertemperaturen, Jahreszeit) liegen. Oder wir waren von den Brother`s im letzten März zu sehr verwöhnt.....

Auf längere Fahrzeiten und teilweise starken Wellengang sollte sich der Teilnehmer an der Tour einstellen. Auf dem Rückweg wieder in Richtung Port Ghalib wird es tlw. etwas hektisch an Bord, das Briefing zum ersten Tauchgang wurde bereits gegen 5°° Uhr abgehalten. Bei teilweise vier Tauchgängen pro Tag wurde es dann zeitlich etwas eng. Bei 19 Gästen kam es an Bord jedoch nicht zu großartigen Drängeleien. In mehrere Gruppen eingeteilt war am Tauchdeck genügend Platz. Die Tauchgangsbesprechungen waren ok. Wobei unser Tauchguide nicht bei allen Tauchgängen mit im Wasser war. Der Hilfsguide Hannes wußte recht wenig von den örtlichen Gegebenheiten und der vorgesehenen Routenplanung.

Einige Tauchplätze werden mit dem Zodiak angefahren. Hier ist es von Vorteil, wenn man schon etwas Erfahrungen mit dieser Art der Beförderung gesammelt hat. Es kann schon ein gefährliches Unterfangen sein, heil in das Zodiak zu gelangen und nach dem Tauchgang wieder heil im Safariboot zu landen. Trotz Hilfe der Crew !

Bei allen Tauchgängen sollte eine Signalboje zur Standardausrüstung gehören. Wird ein Taucher abgetrieben und ist der Seegang noch entsprechend rauh, ist ein Taucher ohne Boje nicht zu erkennen.

 

Wir hatten an unserem Abflugtag Glück, in den frühen Morgenstunden abgeholt zu werden. Andere Reisteilnehmer mußten bis zum Nachmittag auf der Longimanus ausharren. Da bereits sehr früh die Kabinen geräumt werden müssen und die Crew den ganzen Tag damit beschäftigt ist, das Boot für die nächste Fahrt zu reinigen und wieder mit Proviant auszustatten, steht bzw. sitzt man nur im Wege. Eine Unterbringung in einem Hotel während der letzten Nacht halte ich persönlich für sinnvoller. Zumal Port Ghalib im Augenblick nur eine Großbaustelle ist und nicht zum gemütlichen Verweilen einlädt.

 

Noch etwas: Der Aufpreis für Nitrox lag für eine Woche bei 65 Euro. Meines Erachtens zu teuer und nicht mehr zeitgemäß.

 

Fazit: Voll empfehlenswert und recht erholsam.

 

NS.: Wir werden vielleicht die Ratschläge von ein paar Mitreisenden beherzigen und doch einmal auf die Malediven fliegen, denn einige Dinge haben mich nachdenklich gestimmt.............................

 

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